Polarlichter der Lofoten

Dieses Jahr hatte ich das große Glück, Polarlichter auf den Lofoten sehen zu können. Was für ein Erlebnis! Leider war der KP-Index nur sehr gering (2 von 9), aber es war doch schon einiges zu sehen…

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Wie finde man Polarlichter?

  1. Man fährt in der Winterhälfte der Nordhalbkugel möglichst weit in den Norden. Ich war in Nordnorwegen (Kirkenes) und auf den Lofoten… Island, Grönland, Alaska und Kanada sind auch eine gute Option sowie das nördliche Russland.
  2. Man lädt sich eine App „Aurora Borealis“ herunter und macht sich damit vertraut, schaut sie immer wieder mal an und lernt sie, zu interpretieren.
  3. Hilfreich ist ebenfalls eine gute WetterApp, noch besser eine, die mit Hilfe von Sateliten auch die aktuelle und lokale Bewölkung aufzeigt.
  4. Man informiert sich (und übt vielleicht vorher schon mal!) über die Einstellungen der Kamera, die nicht ganz einfach sind. Ebenfalls ist es nützlich, sich über die erforderliche Ausrüstung zu informieren. Hilfreich waren für mich die folgenden Beiträge: https://lichterderwelt.de/nordlichter/  und https://lichterderwelt.de/beeindruckendes-lichtspektakel-einsteiger-tipps-fuer-grossartige-nordlicht-fotos/
  5. Bevor du losgehst, solltest du deine Kameraeinstellungen in aller Ruhe überlegen und vornehmen und vielleicht auch schon einmal ein paar Foto mit unendlicher (manueller) Scharfstellung vornehmen.
  6. Dann rate ich dazu, die Isoeinstellungen (richtet sich nach der Lichtstärke des Objektives!) 1600, 3200 notfalls 6400 einzustellen. Ebenso stellst du die Blende auf 5,6 und die Belichtungszeit zunächste mit 10 Sekunden ein. Anpassungen muss dann vor Ort vorgenommen werden!
  7. Wenn du dann im Norden bist, geh möglichst weit weg von Straßen-, Stadt- und Hausbeleuchtungen!
  8. Gehe in die Himmelsrichtung, von der aus die Nordlichter auf dem App vorausgesagt werden und suche „unverbaute“, weitläufige und offene Landschaften auf. Hier reißen eventuell vorhandene Wolken am ehesten auf.
  9. Erst wenn du freie Sicht auf die Sterne hast, steigt die Chance auf Polarlichter.
  10. Lass deinen Augen Zeit, sich an die Lichtverhältnisse zu gewöhnen, das dauert länger als gedacht.
  11. Beginne mit den ersten Probeaufnahmen und fotografiere den Sternenhimmel am Horizont. Sofern du mit den Einstellungen und dem Ergebnis zufrieden bist, kann es los gehen. Auf einem Blog habe ich den Tipp gelesen, eine Infrarotkopflampe mitzunehmen, weil die nicht so starke Auswirkungen auf die Augen haben und man sich schneller wieder an die Dunkelheit gewöhnt.
  12. Wenn du Nordlichter vermutest, mache Probeaufnahmen davon. Siehst du auf dem Display der Kamera „grünes“ Licht, handelt es sich um Polarlichter. Siehst du gelb oder rot/orange wird es sich wohl um (Wolken-)Reflexionen entfernt liegender Ortschaften oder Straßen handeln. Die Kamera verstärkt durch die Langzeitbelichtung die Farben, die du mir bloßem Auge und bei wenig Farbintesität nicht unterscheiden kannst.
  13. Mit einem Fernauslöser kann man gebannt in die Polarlichter beobachten und den Auslöser drücken, ohne den Blick vom Himmel zu nehmen.
  14. Es ist unglaublich, wie schnell sie ihre Formationen verändern. Insofern ist klar, dass man den Bildausschnitt immer wieder mal anpassen muss.
  15. Schön ist es dann natürlich auch, das Bild zu „gestalten“, indem man im Bild auch etwas in den Vordergrund nimmt. Das kommt dann von ganz allein, wenn man erst einmal ein paar Bilder „im Kasten“ hat…
  16. Letzter Tipp: Ich bin leider nur in den Genuss eines geringen KP-Index’s gekommen. Insofern ist die Intensität der grünen Lichter nicht sehr hoch und man kann die Polarlichter leicht „übersehen“, vor allem, wenn die Augen sich noch nicht hinreichend an die Dunkelheit gewöhnt haben. Wende also unbedingt Punkt 12 an um sicher zu sein, was du da siehst. Je höher der KP-Index, desto klarer erscheinen die Nordlichter.

Viel Erfolg!